Eine kurze Impuls-Episode zur Frage, was der Einfluss von KI für klassische Karrierewege in der Logistik bedeutet. Ausgangspunkt ist ein Handelsblatt-Artikel vom Oktober 2026, der mit Zahlen aus dem Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt: Bei Führungskräften lassen sich bereits 67 Prozent der Aufgaben automatisieren, im Top-Management sind es 55 Prozent. Christian Runkel ordnet ein, was das für die klassische Definition von Karriere über Position und Hierarchie bedeutet, und gibt einen Denkanstoß, Karriere und Zufriedenheit im Job neu zu betrachten.
Transkript
Das ganze Gespräch zum Nachlesen
Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von ALLES WIRD, dem Leadership Karriere Podcast für Logistiker. Schön, dass du wieder dabei bist. Ja, diese Episode knüpft ein Stück weit an die letzte an. Quo Vadis Logistik Jobs ist die Frage, die mich in den letzten Wochen fast täglich bewegt. Ich hab dazu auch Vorträge gehalten. Leider War es nur als Randerscheinung auch Thema auf dem BVL Supply Chain CX in Berlin. Was mich aber auch bewegt, ist der langfristige Einfluss von KI auf die Logistik, auf die sich verändernden Anforderungen an Führungskräfte und Mitarbeitenden.
Ich hab das Gefühl, die bevorstehenden Möglichkeiten mit KIIch hab das Gefühl, die bevorstehenden Möglichkeiten mit KI , ich will noch gar nicht von Auswirkungen sprechen, weil das auch immer einen gewissen negativen Touch hat, sind bei vielen aber noch gar nicht richtig angekommen. Was bedeutet dies für die bisherigen klassischen Karrierewege? Ich denke, wir wären gut beraten, wenn wir uns darauf vorbereiten, Karriere neu zu denken. In diesem Zusammenhang bewegt mich natürlich auch die Frage, welche Auswirkungen die rasanten technologischen Entwicklungen und die steigende Komplexität auf das Thema Zufriedenheit im Job haben wird.
Grund genug, sich darüber Gedanken zu machen, wie es gelingen kann, unsere Zufriedenheit in dem, was wir beruflich tun, mit dem, was wir aktuell als Karriere verstehen, auf den Prüfstand zu stellen. Du siehst eine Menge Fragen zu nicht immer einfachen Themen, die mich ganz besonders in den letzten Wochen bewegt haben. Ich möchte dir mit dieser kurzen Episode einen Impuls geben, einen Impuls, der dir Mut machen soll, den zukünftigen Karriereweg vielleicht einmal ganz neu zu beleuchten.
Also, lass uns mal tiefer in das Thema einsteigen. Wie ich schon eingangs erwähnt habe, das Thema Karriere oder Karriere machen wird vielfach im Einklang mit dem beruflichen Aufstieg, mit einer Beförderung gesehen und die bemisst sich oft an Merkmalen wie Position, Hierarchieebene, Einfluss, Verantwortungsbereich und letztendlich auch dem Thema Gehalt. Aber stimmt diese Deutung in Zukunft noch? Wahrscheinlich schon, aber was ich beobachte, ist die Luft wird auf dem Weg nach oben immer dünner und die Chancen dorthin zu kommen in gleichem Maße.
Ich bin mir sicher, dass die technologischen Entwicklungen, und da steht für mich KI an erster Stelle, sehr disruptive Auswirkungen auf allen Managementebenen auslösen wird. Ende der Manager, was von Führung bleibt, wenn KI entscheidet, so die Headline eines Artikels im Handelsblatt vom 24. Oktober diesen Jahres. Ich lese euch kurz mal die wichtigsten Auszüge aus diesem Handelsblatt Ausgabe verkürzt vor. Bereits jetzt kann KI zahlreiche Aufgaben übernehmen, die Führungskräfte einst viel Zeit gekostet haben.
Das zeigt der Job Futuromat, ein Online-Tool des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung. Mithilfe dieses Jobfuturomat wurde berechnet, wie viel Prozent der Aufgaben eines Jobprofils von einem Algorithmus übernommen werden können. Das Ergebnis bei Führungskräften: Es sind sage und schreibe 67 Prozent. Ressourcenplanung, Kalkulation, Kostenkontrolle, Organisationsfragen und und und all das lässt sich weitestgehend heute schon im Ansatz automatisieren. Besonders betroffen ist das mittlere Management. Hier gibt es viele administrative Aufgaben: Excel-Tabellen und Berichte erstellen, Prozesse steuern, Fragen beantworten.
Ihr kennt das ganze Thema. Aber so weiter, Zitat Handelsblatt, aber auch weiter oben in der Geschäftsführung kann KI eine Vielzahl an Aufgaben übernehmen. Hier liegt der Automatisierungsgrad laut dem Futuromat immer noch bei 55 Prozent und der Glaube des Top-Managements an die eigene Unersetzlichkeit könnte verfehlt sein. Entscheidungen lassen sich mit KI Hilfe nicht nur effizienter vorbereiten und schneller treffen, sondern manchmal sogar ganz an KI delegieren. Selbst die Strategieentwicklung, eine einstige Königsdisziplin des Topmanagements, können Algorithmen inzwischen größtenteils übernehmen und ich behaupte mal, wahrscheinlich sogar besser.
Was steckt jetzt dahinter? Betrifft dies auch die Führungskräfte in der Logistik? Ich bin mir sicher, dass es so sein wird. Was meinst du? Sind Führungskräfte längst nicht mehr so unersetzlich, wie sie bisher glaubten? Oder haben sie endlich mehr Zeit für Führung? Wäre ja auch mal ein toller Nebeneffekt. Lass uns mal einen Blick werfen, was bereits heute für die Logistik prognostiziert wird. Auch hier gibt es erste Studien, die zu interessanten bis erstaunlichen Ergebnissen kommen.
Zitat: 'Radikaler Fachkräftemangel treibt Automatisierung.' Den Mangel an qualifiziertem Personal sehen Studien als größten Trend in Logistik und Supply Chain. Gleichzeitig fürchten 49% der Logistikmitarbeitenden, dass KI und Robotik sie ersetzen werden. Da haben wir schon den Rückschluss zu dem, was ihr vorher gehört habt, aus dem Artikel des Handelsblatts. Nur das Thema der Führungskräfte wird hier noch ein wenig ausgespart. Weiteres Zitat: 'Data driven statt Bauchgefühl. Künftig entscheiden in der Logistik Algorithmen und Daten nicht Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Ergebnisse, die die sich nur auf das Thema Automatisierung und dem Potenzial dahinter beziehen. Den Schlussfolgerungen nach werden durch Automatisierung zahlreiche Jobs wegfallen oder radikal neue Inhalte haben. Ich habe eine Rangliste gefunden, der 17 am meisten bedrohtesten Jobs. Ich zähl da mal ein paar von auf und man sieht, Da kommen beispielsweise auch zwar erst an 6.7. Stelle die Logistik, aber auch hier haben wir durchaus, ja, ich sag mal, gravierende Zahlen, wie beispielsweise der klassische Supply Chain Manager mit einer Wahrscheinlichkeit von 60%, also 60% Bedrohungspotenzial.
Und genauso sieht es mit dem klassischen Logistikplaner aus oder dem Lieferantenmanager. Hier haben wir alles Zahlen, die um die 60 Prozent liegen. Und genauso geht es dann in den produktionsnahen Bereichen weiter. Da haben wir sogar Zahlen von bis zu 80 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass diese Positionen Jobs demnächst, also das heißt demnächst, in absehbarer Zeit wegfallen könnten. Wie gesagt, solche Studien enden häufig in Prognosen, aber ich steh auf dem Standpunkt, lieber mal ernst nehmen, damit auseinander setzen und für die Zukunft gewappnet sein.
Sicherlich wird es auch neue Jobs geben, Jobs mit anderen Anforderungen, anderen Ausprägungen, die uns heute noch gar nicht so bewusst sind. Ich bin fest davon überzeugt, Jobs und Karrieremodelle werden, nein, müssen sich wegen komplexerer Anforderungen verändern. Zumindest für diejenigen, die Transformationsanforderung nicht nur als Notwendigkeit bei anderen sehen. Was heißt das jetzt für die eigene Karriereentwicklung in der Zukunft? Ich höre Stimmen von verschiedenen Personen, die mir sagen: 'Das dauert ohnehin noch und wird an meinem Job auch sowieso nicht viel ändern.
Das betrifft mich alles gar nicht mehr.' Ich bin mir sicher, wer mit dieser Haltung in die Zukunft blickt mit dieser Einstellung, wird schneller betroffen sein, als ihm lieb sein wird. Und wie sieht es mit der am Anfang erwähnten Zufriedenheit im Job aus? Haben Karriere und Zufriedenheit während der gesamten beruflichen Laufbahn immer den gleichen Stellenwert oder gibt es gravierende Einflussfaktoren, die uns darüber nachdenken lassen oder vielleicht auch zweifeln lassen? Muss man Karriere nicht wirklich ganz neu denken im Zusammenhang mit der eigenen Persönlichkeits und Karriereentwicklung?
Genau mit dieser Frage kam Ludger vor einiger Zeit zu mir ins Karriere-Mentoring. Ludger hatte den klassischen Karriereweg in der Intralogistik hinter sich und wahrscheinlich auch noch vor sich. Er war viele Jahre in der Kundenberatung bei der Entwicklung neuer Warehouses unterwegs. auch auf internationalem Terrain, da fühlte er sich richtig wohl. Mit verschiedenen Teams optimierte er Prozesse, entwickelte im Rahmen von Neubauten maßgeschneiderte Komplettlösungen und sorgte am Ende der Kette mit einem exzellenten Projektmanagement für eine reibungslose Implementierung.
Nun gut, soweit dies bei solchen Projekten überhaupt möglich ist. Karriere war für ihn eben Nicht verbunden mit der klassischen Karriereleiter, die bis nach oben führt. Karriere war für ihn Zufriedenheit mit selbständigem Arbeiten, Lösungen für Kunden entwickeln, mit interdisziplinären Teams zusammenarbeiten, all das, was er bisher gehabt hat. In letzter Zeit beschäftigte er sich auch immer mehr mit den Möglichkeiten von KI Er besuchte Kongresse, absolvierte Weiterbildung in dem Thema. Er versuchte sich wirklich auf den aktuellen Stand zu bringen.
Letztendlich, aus den Ergebnissen daraus, landete Ludger bei mir mit der Frage: Wird es meinen Job, den ich so liebe, in 10 Jahren noch geben? Viele Inhalte meines Jobs kann KI zwischenzeitlich wesentlich schneller, wenn auch nicht immer im ersten Schritt besser erledigen, als ich das kann, oder auch im Zusammenhang. oder Zusammenspiel mit meinen Kollegen. Wie muss ich meine Karrieregestaltung angehen? Das war so seine schlussfolgernde Frage daraus. Ja, und daraus entwickelte sich eines meiner spannendsten Karriere Mentorings, die ich bisher erlebt hatte.
Wir starteten also mit einer Reflexion des bisherigen, das war soweit nicht neu, und begannen dann mit der Erstellung und Bewertung von Zukunftsszenarien. Das Ziel war, eine klare Orientierung für die Zukunft zu finden, die sich an den technologischen Entwicklungen und Möglichkeiten orientiert. Dies fiel Ludger als Wirtschaftsingenieur nicht so schwer. Seine Maxime war: Ich will aktiv meine eigenen Chancen gestalten. Das ist schon mal ein cooles Mindset. Daraus entwickelten wir dann seinen ganz persönlichen Maßnahmenplan für die nächsten 12 Monate.
Für die Entwicklung der Szenarien erstellten wir einen gedanklichen Rahmen der persönlichen Haltung und Einstellung, die ihn in der gesamten Zusammenarbeit und in der Lösung letztendlich leitete. Dieser Rahmen beinhaltete im Wesentlichen 4 Aussagen und die möchte ich dir jetzt gerne kurz vorstellen, denn ich glaube, das ist ein Rahmen mit 4 Themenkomplexen, der auch für dich interessant sein könnte. Erste Aussage: Ich strebe nach einer technologischen entwicklungsorientierten Karrieregestaltung. Dafür brauche ich geistige Flexibilität und ein alternatives berufliches Mindset.
Aussage 2 Erfolgreiche Karriere bedeutet für mich, meinen weiteren Werdegang nicht der Next-Step-Mentalität, also was kommt als Nächstes, oder dem Zufall zu überlassen. Also, wo kommt jemand um die Ecke und bietet mir 'n Job an? Sondern ich setze mich mit Zukunftsszenarien, also Märkte, gesellschaftliche, technologische Entwicklungen und Chancen. intensiv auseinander. Aussage 3 Fachwissen wird mehr und mehr irrelevant. Gefragt sind diejenigen, die in der Lage sind, aus Wissen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das will ich erreichen.
Aussage 4 Leadership bedeutet für mich, als Feel Good Manager Entwicklungspotenziale von Menschen im Unternehmenskontext erkennen. Hierarchie und Machtdenken weichen der gelenkten Schwarmintelligenz. Mit diesem Rahmen haben wir einen spannenden Meilensteinplan für die nächsten 12 Monate erarbeitet. Was ist jetzt das Fazit daraus? Ich möchte eigentlich weniger auf ein Fazit gehen. sondern dir eigentlich 7 Ratschläge mit auf den Weg geben. Erstens, wer punkten will, muss als Problemlöser überzeugen. Ratschlag Nummer 2 Denke über den Tellerrand hinaus und mache technologische Entwicklung zu deinem Karriereanker.
Ratschlag 3 Werde zum sichtbaren Technology Thought Leader deines Fachgebietes. Ratschlag 4 Treffe niemals Karriereentscheidungen unter Druck oder falschen Versprechungen. Ratschlag 5 Kenne die Hintergründe deiner Werteorientierung und bleibe ihr treu. Ratschlag 6 Habe keine Angst vorm Scheitern. Ratschlag 7 Bewahre dir deine Offenheit. Wenn auch du deinen aktuellen Werdegang und deine beruflichen Ziele auf dem Prüfstand stellen möchtest, dann lass uns gern darüber sprechen. Ich biete dir ein unverbindliches Karriereorientierungsgespräch an. Gemeinsam schauen wir dabei, welche Entscheidung zu deiner weiteren beruflichen Planung passt.
Auf meiner Webseite christian-runkel.de Slash Termin suchst du dir einfach den für dich passenden Termin Führ ein Karriereorientierungsgespräch aus oder schreib mir einfach eine Mail oder noch besser, kontaktiere mich über LinkedIn. Ich verabschiede mich mit einem herzlichen Bebranded. Ich freue mich, wenn du bei der nächsten Karriereshow wieder dabei bist. Bis dahin, denk daran, deine Career Brand macht den Unterschied. Dein Christian Runkel.
Vom Zuhören zum nächsten Karriereschritt.
Die Episoden geben Impulse. Im persönlichen Gespräch entwickeln wir daraus Ihre konkrete Strategie.