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Job Archive - Christian Runkel

Mit Ü-50 ist deine Expertise nicht mehr gefragt?

Mit Ü-50 ist deine Expertise nicht mehr gefragt?

Das Dilemma von Führungskräften, die auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sind, gewollt oder ungewollt, ist in den letzten Monaten deutlich größer geworden. In persönlichen Gesprächen mit betroffenen Führungskräften, die die Altersgrenze 50+ überschritten haben, höre ich immer wieder, dass ihre langjährige Erfahrung und Expertise im Markt kaum noch gefragt ist. Nicht selten ist dies wohl auch eine Frage der Personalkosten, die in Krisenzeiten auf dem Prüfstand stehen.

Die Auswirkungen der Krisen-Realität hat uns eingeholt. In den letzten Monaten haben wir es immer wieder lesen und hören können. Personalreduzierungen in besonders gebeutelten Branchen wie Luftfahrt, Schiffsbau, Automobil und Zuliefererindustrie, Maschinenbau, aber zum Teil auch Nahrungs- und Genussmittel, Handel oder die Logistik dominieren die Schlagzeilen in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen. Restrukturierungen in Unternehmen, die bereits vor der Corona Pandemie ins Wanken geraten sind, sind an der Tagesordnung.

Diese Entwicklung geht auch an der Ebene der erfahrenen Führungskräfte und TOP-Manager erfahrungsgemäß nicht spurlos vorüber. Die Intensität, die ich jedoch in den letzten Monaten erlebt habe, ist auch für mich Neuland.

Gerade die Gruppe der Ü-50 Top Management Ebene scheint es aktuell besonders zu treffen. Bereits vor Beginn der Corona Pandemie haben sich die Anfragen von Managern dieser Altersgruppe deutlich erhöht, fast alle, weil sie bereits auf der Suche nach einer neuen Aufgabenstellung waren. Dieser Trend hat sich in den letzten Wochen noch einmal deutlich verstärkt.

So fragte ich mich – habe nur ich das so wahrgenommen, oder ist dies auch anderen Kollegen aufgefallen? Aus meinem Netzwerk langjähriger Personalberatungskollegen, bekam ich nicht nur aus Deutschland, sondern auch von Kollegen aus der Schweiz und Österreich das gleiche Phänomen bestätigt.

Besonders deutlich wurde mir die Situation bei einem Mentee, der bis dato einen beachtliche Karriereweg gegangen war. Er ist Technischer Geschäftsführer mit einer Ergebnisverantwortung im mittleren zweistelligen Mio. € Bereich, mit ca. 120 Mitarbeitern in der technischen Entwicklung. Aus früheren Tätigkeiten kann er auf Erfahrungen im Projektmanagement und Vertrieb im dreistelligen Mio. € Bereich zurückgreifen, hat Restrukturierungen und M&A Projekte geleitet und zudem Erfahrung im Supply Chain Management. „Meine Expertise ist nicht mehr gefragt“ ist seine Vermutung, die sich bereits langsam als festes Statement bei ihm zu verankern schien.

Wir haben einen konkreten strategischen Plan erarbeitet. Dieser Plan ist individuell auf seine persönliche Situation zugeschnitten, und beinhaltet wichtige Elemente, die ich als 7 Empfehlungen in der aktuellen Podcast Episode von „ALLES WIRD“, dem Personal Branding Karriere Podcast weitergebe. Es geht um Aspekte wie Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, um das Erkennen und Entwickeln des persönlichen Marken-Kerns, die Chancen, die sich out-of-the-box bieten, zu erkennen, das WARUM der eigenen beruflichen Ziele kritisch zu hinterfagen, und nicht zuletzt um die Suche nach vertrauenswürdigen Partnern.

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#BeBranded – denn deine Marke macht den Unterschied

Christian Runkel

5 Tipps für den richtigen Umgang mit Selbstzweifel in der Karriere

5 Tipps für den richtigen Umgang mit Selbstzweifel in der Karriere

GELOBT SEI DER ZWEIFEL, so beginnt ein Gedicht von Bertolt Brecht. Zweifel, die sich in unserem Gehirn verankern, hindern uns daran beruflich voranzukommen, neue Herausforderungen anzunehmen. Sie sind nicht selten der Auslöser, warum wir trotz Unzufriedenheit an unserem Job kleben, oder einfach unsicher sind neue Herausforderungen anzunehmen. Zweifel können auch ein Grund sein, warum wir dazu neigen Konflikten aus dem Weg zu gehen.

In diesem Beitrag geht es darum, wie Selbstzweifel der eigenen Karriereentwicklung im Weg stehen können und welche ersten Schritte man gehen kann, um Zweifel in der eigenen Karriere, im Job, über Bord zu werfen.

Neben dem eigenen Bauchgefühl, kennen Sie sicherlich auch die kritische Stimme im Kopf, die vor allen Dingen eines perfekt beherrst, Unsicherheit und Zweifel zu schüren. Diese Stimme hat sogar Lieblingssprüche, die bisher Erreichtes oder Ziele in Frage stellen, oder negative Erlebnisse immer wieder hervorbringen. Diese gestreuten Selbstzweifel können selbst zu körperlichem Unwohlsein führen.

Eventuell kennen Sie einige dieser Gedanken, die die Stimme im Kopf, gerne in Bezug auf Ihre berufliche Situation oder Karriereplanung verankert.

  • „Nachdem das letzte Projekt nicht optimal gelaufen ist, habe ich meine avisierte Gehaltsanpassung bestimmt verspielt“
  • Nach einem Jobangebot, das mit einem Karrieresprung verbunden ist: „Kann ich das wirklich; ist das nicht doch ein Nummer zu groß für mich?“
  • „Will ich das wirklich?“ ist ein beliebte Frage der Verunsicherung, nach dem Angebot zur Erweiterung des Verantwortungsbereiches, wobei man doch dieses Ziel die letzten Jahre doch intensiv verfolgt hat.
  • Nach einem Jobwechsel und den ersten unerwarteten Problemen machen sich immer Gedanken rund um die Frage breit „War das die richtige Entscheidung?“
  • „Bin ich wirklich gut genug aufgestellt, um die neuen strategischen Ziele umzusetzen?“ ist ein gern gestreuter Gedanke der Verunsicherung, gerade bei Führungskräften, wenn aktives Change Management gefordert ist.
  • „Was mach ich denn, falls es schiefgeht – wie stehe ich dann da?“ ist der gängige Gedanke, wenn eine neue Herausforderung vor der Tür steht.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Beispielen, die ich in den letzten Jahren immer mal wieder von meinen Mentees gehört habe. Unsere innere Stimme hat jedoch eine große Palette von Fragen zur Verfügung, um uns zu verunsichern, alles mit nur einem Ziel, am Selbstbewußtsein zu kratzen.

Folgen von Selbstzweifel

Die Folgen von Selbstzweifel können, je nach Intensität, sehr stark variieren. Die Folgen hängen auch stark von der eigenen Persönlichkeit ab, wobei zudem die vorhandene, oder eben nicht vorhandene Resilienz-Kompetenz einen wichtigen Einfluß auf mögliche Folgen hat. Nachfolgend 3 Beispiele, wie die Folgen von Selbstzweifel aussehen können.

  • Es entwickelt sich eine immer stärker ausgeprägte Angst neue Herausforderungen auch tatsächlich bewältigen zu können, man zieht sich in ein Schneckenhaus zurück und feiert die eigene Komfortzone.
  • Aus Angst keine Fehler machen zu dürfen, neigt man nicht nur zu einem falschen Perfektionismus, sondern man macht garantiert Fehler. Man ist zu sehr auf sich selbst und der Problemlösung fokussiert.
  • Wenn negative Gedanken sich mehr und mehr verankern, setzen sie sich im Kopf fest und richten sich als Mindset ein, das immer wieder Bestätigung sucht. Das eigene Selbstbild und das Selbstbewusstsein münden in einen Negativstrudel, bis hin hin dazu, Konflikten nicht mehr gewappnet zu sein oder Menschen aus dem Weg zu gehen. So wird eine aktive Karriereentwicklung so gut wie unmöglich.

Zweifel überwinden heißt Selbstvertrauen stärken

Hinter den Zweifeln an den eigenen Fähigkeiten im Job oder einer erfolgreichen Karriereentwicklung stecken im Kern zwei Elemente:

  1. Die Angst, mit einer bestimmten Herausforderung nicht fertig werden zu können, was eine Frage des Selbstvertrauens ist.
  2. Der Gedanke, etwas nicht verdient zu haben (eigentlich hätte der Kollege, die Kollegin die Beförderung verdient), was ein geringes Selbstwertgefühl vermuten lässt.

Mit der Strategie das eigene Selbstvertrauen ständig zu stärken, hält man die negativen Gedanken im Zaum, denn so steigt das Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten. Das Selbstwertgefühl ist das Bild, das wir von uns selber haben. Es spiegelt die Einstellung sich selbst gegenüber wieder. Manchmal hilft hier schon das Belohnungszentrum im Gehirn zu aktivieren, zum Beispiel sich nach Erfolgen etwas zu gönnen.

Einen kleinen Dämpfer gibt es jedoch. Es ist möglich das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu steigern, dies ist aber ein Prozess, dessen Dauer davon abhängt, wie stark das Mindset schon geprägt und maifestiert ist. Mit anderen Worten, es handelt sich nicht um einen Prozess von Wochen. Das ist mit täglicher Arbeit an sich selbst verbunden.

5 Tipps die eigene Karriere ohne Zweifel zu gestalten

Mir ist weder bekannt warum es diese innere Stimme gibt, noch woher sie kommt, denn ich bin kein Neurowissenschaftlicher. Was ich aber aus eigener Erfahrung und der zahlreicher Mentees weiß ist, man kann die innere Stimme, gerade die, die negative Gedanken liebt, in ihre Schranken weisen, gerade wenn es um Zweifel im Job oder der eigenen Karriereplanung geht.

1. Erkenne Selbstzweifel – aber mach sie nicht zu deinem Ding

Dieser Tipp kommt nicht von mir, sondern von einem praktizierenden Psychologen. Er vertritt eine Erkenntnis, die ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Es gibt einen Unterschied zwischen der inneren Stimme und dem Bauchgefühl. Die innere Stimme übernimmt die Rolle deine Ziele, dein Handeln, deine Einstellung zu Menschen in Frage zu stellen, um deinem Selbstbewusstsein immer wieder Dämpfer zu verleihen. Das Bauchgefühl, egal ob schlecht oder gut, wie es hinlänglich beschrieben wird, setzt ein Signal oder eine Inspiration, was man eigentlich tun sollte. Die Stimme versucht jedoch immer lauter zu sein als das Bauchgefühl.

Man sollte jedoch nicht versuchen Zweifel ganz bewußt zu stoppen, denn sie kommen über das Unterbewußtsein. Wer Selbstzweifel überwinden will, sollte im ersten Schritt einfach sein Bewußtsein schärfen, dass Zweifel aufkommen, die jedoch nicht rational begründet sind. Aber man sollte sie nicht zu seinem Ding machen, heißt sich ständtig mit den gleichen Gedanken beschäftigen, weil man sich sonst in einem Netz von Selbstzweifeln verheddern kann.

Die Aufgabe lautet also. Lerne mit deinen (negativen) Gedanken umzugehen und sie irgendwann zu beherrschen.

2. Schau ganz bewußt auf deine Erfolge

Es gibt Menschen, die halten ihre beruflichen Erfolge für etwas ganz Besonderes und hadern damit, das andere dies nicht erkennen, oder besonders würdigen. Es gibt aber auch Menschen, die leisten wirklich Außergewöhnliches, stellen dies aber nie besonders heraus. Im Gegenteil, sie finden immer Argumente, was noch besser hätte laufen können.

Deshalb lautet die Aufgabe, analysiere, was nach den eigenen Maßstäben nicht gelungen ist, um dich ständig weiterentwickeln zu können. Aber lege den ganz besonderen Fokus auf die beruflichen Erfolge. Dies ist das ideale Fundament, um besondere Fähigkeiten und Kompetenzen zu erkennen, zu stärken und Selbstzweifel zu überwinden. Richte den Blick auf die Kommunikation, die Vermarktung der Erfolge.


Im Karriere Mentoring nimmt gerade der Aspekt der Erfolgsgestaltung sowie der Stärkung der beruflichen Zielsetzung eine Schlüsselrolle ein.

Zu den einzelnen Schritten und Bausteinen gibt es einen Online Kurs, auf den ich gerne hinweisen möchte.

3. Schreib ein Drehbuch für deinen Kopf mit deiner Stimme

Ein Erfolgsrezept, das ich sehr gerne einsetze, ist die Gestaltung von Bildern und Drehbüchern von der eigenen beruflichen Laufbahn, besonderen Ereignissen, die im Einklang mit den privaten Wünschen und Zielrichtungen stehen.

Deshalb kreiere Bilder in deinem Kopf, die automtisch zu einem „Film“ werden. Die Bilder enthalten Situationen des Erfolgs, der Zufriedenheit, des glücklich sein. Denn diese Bilder haben enormen Einfluß auf deinen beruflichen Erfolg und letztlich auf dein Leben. Denn deine mentalen Bilder werden die Kraft der inneren Stimme deutlich überlagern.

4. Sprich mit einem Vertrauten oder Mentor

Auch wenn man sich seiner eigenen Situation, der seiner Gedanken und seines Bauchgefühls bewußt ist, so gelingt es einem selbst nicht unbedingt seine persönliche Situation komplett objektiv zu betrachten.

Deshalb suche dir einen wirklich Vertrauten, der dich gut kennt und in der Lage ist dir ein objektives Feedback zu deiner Situation zu geben. Frage um Rat, nicht um Hilfe, denn sonst besteht die Gefahr, dass du selbst wieder negative Gedanken aufnimmst. Wende dich an einen neutralen Dritten, der langjährige Erfahrung mit unterschiedlichen beruflichen Situationen hat. Dies kann auch eine Karriere Mentor oder Coach sein.

5. Stell dich der Herausforderung – auch mit Zweifel

Große Herausforderungen können überfordern. Ob eine große Herausforderung wirklich zur Überforderung merken wir erst, wenn wir die Komfortzone verlassen und die Herausforderung annehmen. Zu Beginn sieht man häufig nur das große Ganze, wie einen unüberwindbaren Berg. „Da kommst Du nie hoch“, macht die innere Stimme uns glauben. Und schon ist der ideale Nährboden für Selbstzweifel da, der uns dann vor lauter Zweifel daran hindert den Weg zum Gipfel überhaupt anzutreten. Die Chance auf ein Erfolgserlebnis ist dahin.

Also nimm die Herausforderung an und suche dir einen erfahrenen Begleiter, der den besten Weg zum Gipfel sowie alle möglichen Gefahren und Hindernisse kennt.

Fazit

GELOBT SEI DER ZWEIFEL, denn wenn du ihn beherrscht, dann gelingt es dir neue, bisher ungeahnte berufliche Horizonte zu erkennen und zu erreichen. Lass dich auf große Herausforderungen ein. Lass dich nicht von Selbstzweifel aus der Ruhe bringen, gehe Schritt für Schritt und arbeite täglich an deinem Selbstbewusstsein.

🎙Der Weg vom Banker zum Sänger und Musikproduzenten

🎙Der Weg vom Banker zum Sänger und Musikproduzenten

Verwirkliche deinen Traum – beruflich und privat

Zum Abschluss der Episodenfolgen mit dem Titel „Verwirkliche deinen Traum“ aus dem Podcast ALLES WIRD, geht es darum, ob und wie man man seinem Traum-Job oder auch Top-Job finden kann. In den Episoden beleuchte ich berufliche Umwege, oder auch alternative Karrierewege.

Um den Sprung zum Traum-Job zu wagen, sind häufig viel Mut, Herzblut und absolute Begeisterung notwendig, um Zweifel und Unsicherheit zu überwinden. Die gute Nachricht; Erfolge auf dem Weg zu mehr Zufriedenheit im Job sind möglich. In dieser Episode spreche ich mit dem Sänger und Songwriter Lukas Droese über seinen Weg persönlichen (Um-) Weg vom Banker zum Musiker. Lukas ist mit dem Titel seines ersten Albums und seines Songs „Alles Wird“ im Übrigen auch Namenspatron dieses Podcasts.

Bereits in der letzten Episode bin ich darauf eingegangen, warum berufliche Umwege durchaus sinnvoll sein können. Was alles möglich ist, wenn man seine Berufung entdeckt hat, auch wenn man zuvor beruflich eine ganz andere Laufbahn eingeschlagen hat, dafür ist Lukas ein mutmachendes Beispiel. Beispiel für all diejenigen, die mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden sind, beziehungsweise das Gefühl haben nicht am richtigen Platz zu sein.

Im Talk erklärt Lukas wie wichtig neben Leidenschaft, Herzblut und einer klaren Vision auch das Thema Mindset, beziehungsweise die persönliche Einstellung sind, um den beruflichen Traum verwirklichen zu können. Lukas bezeichnet sich selbst als Unternehmer, der im Musik-Business unterwegs ist und dabei verschiedene Rollen und Positionen einnimmt; als Songwriter, Musiker und Produzent. Er macht aber auch deutlich, wie wichtig auf jedem Weg ein vertrauter Kreis von Unterstützern ist, die die eigene Vision mittragen.

In seinem Song „Umwege“ erzählt er seine eigene Geschichte, sehr gut umgesetzt in diesem Video auf YouTube. Lukas hat mit seiner beruflichen Entscheidung ein Höchstmaß an persönlicher Zufriedenheit erreicht, denn

wer davon überzeugt ist das Richtige zu tun, das was Spaß macht und Zufriedenheit verleiht, der übersteht auch schwierigste Herausforderungen, wie zum Beispiel die Corona Pandemie, die gerade für das künstlerische Gewerbe gravierende Auswirkungen hat.

Das ganze Gespräch mit Lukas jetzt hier in der Podcast Episode

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Logistik – Führungskräfte als Fels in der Brandung!?

Logistik – Führungskräfte als Fels in der Brandung!?

Bereits vor der Zeit der Pandemie war die Logistik einem breiten, langsam voranschreitenden Wandel unterzogen. Unter dem Titel „Logistik im Wandel“ sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Fachbücher, Studien und Berichte erschienen. Auch die Bundesvereinigung Logistik (BVL) hat sich dem Thema des Wandels intensiv gewidmet und Lösungsansätze aufgezeigt. Die Bestrebungen zur Digistalisierung, die Diskussion um die VUCA Welt haben den Wandel in der Logistik beschleunigt. Doch, wie in vielen anderen Branchen auch, hat sich die Corona Pandemie als Inkubator des Wandels herausgestellt. Technische Möglichkeiten, die zuvor im Change-Verweigerer-Modus nur mühselig den Weg ins Arbeitsleben fanden, sind fast schon zur Normalität geworden.

In diesen stürmischen Zeiten des Wandels fällt vielen Führungskräften die Rolle als Fels in der Brandung zu. Die Erwartungshaltung an Führungskräfte ist deutlich gestiegen.

  • Durch die wachsenden Anforderungen bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen sind Führungskräfte als Digital-Change-Agents gefordert. Zudem müssen Sie Krisensituationen erfolgreich managen.
  • Die Kundenerwartungen in Richtung Qualität, Kosteneffizienz und Schnelligkeit nehmen deutlich zu.
  • Führungskräfte sollen als glaubwürdige Repräsentanten ihres Unternehmens sichtbar sein.
  • Dezentrale Organisationsstrukturen und hybride Arbeitszeitmodelle verändern die Erwartungshaltung der Mitarbeiter. Es braucht neue Führungsmethoden zur Identifikation und Distanzüberwindung .

Unsicherheit und Unzufriedenheit der Führungskräfte nehmen deutlich zu

In diesem Jahr, beginnend im Februar bis zum Juli, haben wir über 150 Führungskräfte und Personalmanager aus der Logistik (Spedition, Transport, Materialsfluss, Intralogistik und IT) zu ihrer Zufriedenheit und Karriereentwicklung befragt. Grob zusammengefasst lassen sich folgende Kernergebnisse festhalten.

Führungskrafte möchten mit ihrem Team herausfordernde Ziele erreichen, sie wünschen sich jedoch persönliche Unterstützung und Begleitung bei der Bewältigung neuer Herausforderungen und Projekte. Sie haben das Gefühl als Führungskraft und Unternehmensvertreter nicht ausreichend wahrgenommen zu werden. Die eigene Resilienz und Stressfähigkeit werden von Tag zu Tag neu auf die Probe gestellt; auch die Erwartungshaltung der Mitarbeiter steigt deutlich an. Die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit bei vielen Unternehmen führt zu einer starken Verunsicherung und fehlenden Perspektive für ihre weitere berufliche Entwicklung. Restrukturierungen und Personalanpassungen erhöhen den Druck und die Unzufriedenheit. Nicht wenige Führungskräfte werden selbst „Opfer“ solcher Maßnahmen.

Wie geht es mit der eigenen Karriere weiter?

Diese Frage haben mir in den letzten Monaten viele Führungskräfte immer wieder gestellt. Dabei geht es nicht unbedingt um die Frage einer neuen beruflichen Herausforderung bei einem anderen Unternehmen. Es geht vielfach darum, wie man die eigene Position im Unternehmen stärken kann, seine eigenen Kompetenzen und Erfahrung weiter entwickeln und wahrnehmbar einbringen kann. Genau diesen Aspekt der begleitenden Entwicklung haben auch einige Unternehmen als notwendiges Handlungsfeld für ihre Führungskräfte entdeckt.

Zur Beantwortung der Frage nach der weiteren beruflichen Entwicklung empfehle ich den Blickwinkel auf 4 Aspekte zu richten.

Erfolgreich aber unzufrieden

Tatsächlich erlebe ich es immer wieder, Führungskräfte die erfolgreich sind, Budgetziele locker erreichen, Teams zielgerichtet führen, aber trotzdem in der beruflichen Situation unzufrieden sind. Oberflächlich betrachtet lassen sich viele Gründe für diese Unzufriedenheit, die häufig über eine längere Zeitachse langsam wächst, finden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, mangelnde Entscheidungsfreiheit, zu langsame Entscheidungsprozesse bei der Top-Entscheidungsebene und was es sonst noch alles für Gründe geben mag. Sobald sich jedoch der Blickwinkel von den beruflichen Rahmenbedingungen auf die eigene Persönlichkeit, die eigenen Wertvorstellungen, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse, die eigene Identität, sowie die private Lebenssituation richtet, kommen die tatsächlichen Hintergründe für die eigene Unzufriedenheit ans Licht. Die Klarheit über die eigene Identität ist die Grundlage für eine Authentizität als Führungskraft, sowie Glaubwürdigkeit sich selbst und anderen gegenüber. Sie führt zur Stärkung der eigenen Resilienz, auch bei extrem erscheinenden Herausforderungen.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität beugt vor allen Dingen einem Aspekt vor. Sie vermeidet Schnellschüsse und übereilte Reaktionen bezüglich der eigenen Karriereentwicklung.

Wohin mit meiner Identität?

Sind die Gründe der Unzufriedenheit, die Hintergründe der eigenen Persönlichkeit und Identität geklärt, so stellt sich die Frage, wo bin ich denn beruflich am besten aufgehoben. Was ist mir in der beruflichen Entwicklung der nächsten 5-10 Jahre wichtig, was passt vom Verantwortungsrahmen und Unternehmensumfeld zu mir und meiner beruflichen Expertise. Wie kann ich die eigene, aber auch externe berufliche Erwartungshaltung mit den privaten, familiären Zielvorstellungen in Einklang bringen. Nicht ungewöhnlich ist auch die Frage, ob die Karriere in der bisherigen Form überhaupt noch erstrebenswert ist.

Wissen sind 5% des Erfolgs – 95% sind Umsetzung

Wenn alle Fragen beantwortet sind, dann beginnt der schwierigste Prozess. Eventuell kennen Sie dies von zahlreichen Seminaren. Voller Enthusiasmus, Motivation und Elan kommen Sie vom Seminar zurück und wollen das neue Wissen, das Gelernte im beruflichen Alltag umsetzen. Nach zwei Tagen hat Sie die Alltagsroutine überrollt.

Genau diesen Aspekt beobachte ich immer wieder bei vielen Führungskräften, auch bei der eigenen Herangehensweise zur beruflichen Entwicklung. Selbst wenn das Wissen um die eigene Persönlichkeit, den Kompetenzen, Erfahrungen und Erfolgen deutlich ist, dann fehlt es häufig an der zielgerichteten Umsetzung zur Zielerreichung. Eine intensive Begleitung, in Form eines externen Lotsen mit spezifischen Kenntnissen und langjähriger Erfahrung, unterstützt dabei auf Kurs zu bleiben und sicher ans Ziel zu kommen.

Neuorientierung nachhaltig gestalten

Nachhaltig gestalten ist das Motto des diesjährigen Logistik-Kongress in Berlin. Diesen Leitgedanken der nachhaltigen Gestaltung sollten auch alle Führungskräfte für sich verinnerlichen, die aktuell in der Situation stecken, sich eine neue berufliche Herausforderung suchen zu müssen. Die eigene Verunsicherung, die Situation am Arbeitsmarkt, eventuell finanzieller Druck, die Rolle als Ernährer der Familie um nur einige zu nennen, führen häufig dazu alle Erkenntnisse zur eigenen Identität, den gesetzten beruflichen und privaten Zielen, manchmal sogar den eigenen Wertvorstellungen über Bord zu werfen. Übereilte Entscheidungen, häufig sogar verbunden mit einem unguten Bauchgefühl oder Kompromissen, stellen sich häufig im nachhinein als Fehlentscheidung heraus. Statt nachhaltiger Karriereentwicklung kann man sich plötzlich in einer Karriere Sackgasse befinden. Geduld und Ausdauer sind die notwendigen Tugenden, die für langfristigen Erfolg notwendig sind.

Für alle Führungskräfte, die sich Gedanken darüber machen, wie sie ihre Position als Fels in der Brandung zukünftig gestalten können, oder sich aktuell in der Situation der beruflichen Neuorientierung befinden, empfehle ich ein erstes telefonisches Karriere Orientierungsgespräch. Schreiben Sie mir eine kurze Nachricht oder buchen Sie einen Termin über meinen Buchungskalender. Gemeinsam schauen wir dann, was der nächste passende Schritt für Sie sein kann.

Im Rahmen des Deutschen Logistik-Kongress vom 21. – 23. Oktober 2020 biete ich die Karriere-Orientierungsgespräche, nach entsprechender Voranmeldung, auch im vertraulichen 1:1 Modus an.

Wie Du deinen Top-Job findest

Wie Du deinen Top-Job findest

Verwirkliche deinen Traum No.2 – Talk mit Christoph Stelzhammer

Auf meiner Sommerreise 2020 habe ich natürlich wieder einen längeren Stop in meiner zweiten Heimat eingelegt, der Schweiz, genauer gesagt in Zürich. Dort hatte ich auch die Gelegenheit bei Christoph Stelzhammer zu Gast sein zu dürfen, um mit ihm über Top- und Traum-Jobs zu sprechen, beziehungsweise, was es braucht den Weg zum Top-Job erfolgreich zu gestalten. Das komplette Gespräch ist Bestandteil der Podcast Folgen „Verwirkliche deinen Traum“ aus dem Personal Branding Karriere Podcast ALLES WIRD.

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Die Geschichte von Christoph Stelzhammer

Christoph Stelzhammer kommt ursprünglich aus dem hinteren Bregenzerwald. In der Tourismusgemeinde Schoppernau hat er seine Jugend verbracht. Schoppernau liegt in Vorarlberg, dem westlichsten Bundesland Österreichs. Sein Vater war Skischulleiter und so kam auch er sehr früh zum Skifahren und wurde dort auch sehr gut. Bereits in seiner Jugend spielte Sport eine grosse Rolle. Er konnte schon sehr früh an Skirennen teilnehmen und gewann auch sehr oft.

Irgendwann musst er sich jedoch entscheiden und er wählte eine sichere Variante und ging nach Bregenz in die Maschinenbauschule. Anschliessend studierte er Verfahrenstechnik und fand während dem Studium zum Vertrieb. Somit startete er seine Berufslaufbahn im technischen Vertrieb für eine französische Firma. Nach drei Jahren wechselte er zu Hilti und verbrachte dort wiederum sehr erfolgreiche 11 Jahre im Vertrieb, dem strategischen Marketing und am Schluss in der Geschäftsleitung der Hilti Schweiz AG.

Heute führt er sein eigenes Unternehmen im Bereich Training und Personalberatung. Mit ‚veredelt vermitteln‘ hat er einen Slogan kreiert der heute noch sehr aktuell ist. Dieser soll aufzeigen, dass er seine Kandidaten (Fach-und Führungskräfte) veredelt und sie an Unternehmen vermittelt. Zusammen mit seiner Partnerin, Daniela Maiwald, führt er das Berufungszentrum in Zürich. Hier können sich Menschen hinwenden, wenn sie beruflich in einer Sackgasse stecken. Daniela und Christoph setzen ihre biometrischen Analysemethoden, gepaart mit ihren langjährigen Erfahrungen in der Personalentwicklung, zum Wohl ihrer Kunden ein.

Er hat drei Kinder und lebt heute mit seiner Partnerin Daniela in der Nähe von Zürich. Sie hat ebenfalls drei Kinder und eine sehr ähnliche Lebensgeschichte. Christoph hat sehr früh erkannt, dass er aus dem privaten Umfeld ausbrechen muss, um auch langfristig seine Berufung leben zu können. Genau beschrieben konnte er es damals noch nicht, aber irgendetwas in ihm wies ihn darauf hin, dass er etwas ändern müsste. Heute ist er sehr stolz darauf, dass er den schwierigen Schritt der Trennung vollzogen hat. Seine Kinder entwickeln sich sehr gut und seine Exfrau hat, wie auch er, offenbar einen grossen Anteil daran gehabt.

Diese nicht konforme und wenig angepasste Art war sicherlich ein wichtiger Baustein für seine Karriere. Er beschreibt es selbst auch als gewisse Sturheit.

Es brauchte auch viel Mut, um eine sichere Position als Mitglied der Geschäftsleitung zu verlassen. Viele seiner Kollegen konnten diesen Schritt überhaupt nicht nachvollziehen. Er selbst war jedoch von seinem Vorhaben felsenfest überzeugt.

2006 lernte er die Technik des Gesichterlesens kennen und war sofort fasziniert von dieser Methode. Während der Zeit als Personalleiter überprüfte er täglich sein Wissen und verfeinerte es kontinuierlich. Damit wollte er dann sein Geschäft gründen. Veredeln bezieht sich bei ihm darauf, dass aus seiner Sicht jeder Mensch im Grund etwas edles hat. Nur ist es vielen Menschen nicht mehr so präsent. Hier schafft er Abhilfe und führt seine Kandidaten bzw. Kunden wieder zu sich und vermittelt sie dann zielgerichtet an die passenden Unternehmen.

Wichtige Links zu Christoph Stelzhammer:

Berufspodcast

Berufungszentrum